GÜNNIGFELD – LANGENDREER

Der Streckenast von Günnigfeld nach Höntrop wurde zur Aufnahme des Gemeinschaftsverkehrs über eine zweite, neu errichtete Verbindungsstrecke mit dem Bochumer Netz der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG verbunden.

Die neue Strecke verband die Endstelle der Westfälischen Straßenbahn an der katholischen Kirche in Höntrop mit der Ausweiche und Endstelle der Bochumer Linie 10 am Walzwerk des Bochumer Vereins.

In der Bochumer Innenstadt wurde die Linie 10 mit der Strecke zum Bahnhof Langendreer zusammengelegt. So entstand die neue Gemeinschaftslinie 10 von Günnigfeld über Wattenscheid, Höntrop und Bochum nach Langendreer.

Die neue Verbindung hatte rund dreieinhalb Jahre Bestand. Am 19. Februar 1928 wurde der Gemeinschaftsverkehr zwischen Höntrop und Langendreer wieder eingestellt,

„Höntrop Kirche“ wurde zum Umsteigepunkt zwischen der Linie G der Westfälischen Straßenbahn und der Linie 10 der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn.

Obwohl die Verbindung zwischen den beiden Gesellschaften weiterhin bestand, nutzten die Linie G und die Linie 10 keine gemeinsame Haltestelle. Die Fahrgäste waren gezwungen, rund 100 Meter zu Fuß zurückzulegen, wenn sie von einer Linie in die andere umsteigen wollten.

AUSBAU AB 1962

In der Zeit von 1962 bis 1977 wurde der Hellweg in Wattenscheid vierspurig ausgebaut. Die Straßenbahn wurde in die Straßenmitte verlegt. Für die Linie 10 entstand eine neue und moderne Endstelle in der Westenfelder Straße.

Zwischen der Einmündung der Lohacker Straße und der Stadtgrenze nach Bochum wurde für die Straßenbahn der auf dem Beitragsbild von 1972 gezeigte eigene Bahnkörper im neu angelegten Hellweg geschaffen (Foto Stadt Wattenscheid – Sammlung Stadt Bochum, Pressestelle).

Die Stadt Bochum zog zwischen 1980 und 1987 mit dem Ausbau der Essener Straße nach. Auch auf diesem Streckenstück wurde die Straßenbahn, die sich bis dahin noch weitgehend so präsentierte wie sie in den 1920er-Jahren gebaut worden war, auf einen eigenen Bahnkörper im Mittelstreifen verlegt.

Die Umbauarbeiten waren mit umfangreichen Baumaßnahmen im Bereich der damals im Planungsstadium befindlichen „Westtangente“ (A 448) und der Zufahrten des Stahlwerkes Höntrop der Thyssen-Gruppe verbunden. Details dazu finden Sie auf meiner Bochumer Website „Rund um den Kuhhirten“.

ZURÜCKZUM NÄCHSTEN KAPITEL